Die Gewerkschaftsschule in Bernau

In Bernau-Waldsiedlung (Strasse von Bernau nach Wandlitz, rechte Seite, ausgeschildert) befindet sich die vom Bauhausarchitekt Hannes Meyer 1928 bis 1930 errichtete, heute zum Glück unter Denkmalschutz stehende, Gewerkschaftsschule, die - ganz nach Bauhaustradition - bestimmten Kriterien geschuldet ist.

Zu DDR-Zeiten FDGB-Gewerkschaftsschule "Fritz Heckert", nach der Wende unterschiedlich gentutzt - nur nicht von den bundesdeutschen Gewerkschaften - steht sie jetzt leer. Zum Glück gibt es eine kleine Ausstellung in einem der Lehrerhäuser, die Auskunft über die Geschichte und die verschiedenen Verwendungszwecke zur Weimarer Zeit, in der Nazizeit, zu DDR-Zeiten und schließlich in Nachwendezeiten Auskunft gibt.

Verschiedene Projekte, Gelder ja/nein, Sponsoren, Diskussionen .... - das bekannte Lied. Zum Glück ist man sich in einem Punkt einig: das historische Schulgebäude muss erhalten bleiben. Um- und Anbauten, vor allem aus DDR-Zeiten, sollten beseitigt werden. Im Moment in Diskussion: ein Wissenszentrum mit Gymnasium usw.

Hier die Rückfront der Lehrerhäuser.

Ein Blick aus dem Fenster einer Lehrerwohnung (ehemals Wohnung des Direktors(?), Wochnung von Herrmann Duncker, jetzt Ausstellungsraum) auf die Terrasse.

Das Bad noch im historischen Outfit.

Der Übergang von den Lehrerhäusern zum Ausbildungskomplex.

Vom ursprünglichen Teich ist nicht mehr viel Schönes zu sehen.

Die Rückfront.

Ein Blick vom Innenhof auf den Seminartrakt.

Der berühmte Glasgang, der Internat, Aula und Ausbildungstrakt verbindet.


Ein historisch wertvolles Gebäude, das ungenutzt und scheinbar ungebraucht herumsteht macht einen eigenartigen Eindruck. Wollen wir hoffen, das sich in der Zukunft etwas ändert. Das Informationszentrum wird seiner Übersicht zu den Nutzern des Schulkomplexes in Zukunft eine Tafel hinzufügen müssen: "Zweite Hälfte der 90er Jahre bis 200? - Leerstand".
B. Budnik, 2001-02-14